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Samstag, 25. September 2004

Namensgebung
Steffi Graf - Stadion

Schaukampf
Steffi Graf - Gabriela Sabatini
in der Max-Schmeling-Halle

 

Danke Steffi

Vor über 6.000 Besuchern wurde der Auftritt von Steffi Graf und Gabriela Sabatini in der Max-Schmeling-Halle zu einem besonderen Ereignis. Zum Einmarsch der beiden Spielerinnen spielte „Bee Gees Frontman“ Robin Gibb zusammen mit den Berliner Symphonikern. Steffi und Gabi wurden mit „standing ovations“ begrüßt. Das Match begeisterte nicht nur die Besucher in der Halle sondern sicher auch die Fernsehzuschauer beim Deutschen Sportfernsehen, das sich übrigens über eine gute Sehbeteiligung freuen konnte. Steffi siegte mit 6-1 und 7-5 und zeigte, dass sie trotz der langen Pause nichts verlernt hat und dazu noch in bester körperlicher Verfassung war. Und auch Sabatini überzeugte durch ihre attraktive Spielweise die Besucher.

Die Schlagzeilen in den Medien gehörten in den nächsten Tagen aber Steffi: „So ein Tag, so wunderschön wie früher“ (Der Tagesspiegel); Steffi Graf Verewigung“ (Berliner Morgenpost); „Steffi unsere Zauberhafte ! Berlin wird Dich ewig lieben“ (Berliner Kurier); „Berlin liegt Steffi zu Füßen“ (BZ); „Danke Steffi“ (Bild-Zeitung); „Mach’s noch einmal Steffi“ (Tennis-Magazin); „Steffi Graf demonstriert ihr einmaliges Können“ (Märkische Allgemeine).

In der abschließenden Pressekonferenz gestand Steffi, dass sie vor diesem ersten öffentlichen Spiel seit 5 Jahren sehr nervös gewesen sei. Sie sei glücklich, dass alles so gut gelaufen wäre. Sie könne sich vorstellen, in Zukunft wieder öfter in der Öffentlichkeit Tennis zu spielen. Dass das Stadion an der Hundekehle jetzt ihren Namen trage und die Ehrung hätten sie sehr gerührt. Sie hätte gar nicht gewusst, dass es bisher nur 3 Stadien in der Welt gegeben hätte, die nach bedeutenden Tennisspielern benannt seien (Rod Laver Arena, Melbourne; Arthur Ashe Stadium, New York; Court Suzanne Lenglen, Paris).

Auch Gabriela Sabatini bestätigte, dass alles wie früher gewesen sei. Sie sei gelaufen wie ein Haase und Steffi habe immer die Punkte gemacht.

Viele Experten schlossen sich der Meinung von Günter Bosch an: „Steffi könnte jederzeit mit der augenblicklichen deutschen Spitze mithalten. Es ist beeindruckend, in welch’ hervorragender körperlicher und spielerischer Verfassung sie sich hier in Berlin präsentiert hat“.

Den Ausklang dieses gelungenen Tennistages unter dem Motto „Danke Steffi“ bildete der festliche Gala-Abend im Hotel InterContinental Berlin mit 300 geladenen Gästen. Steffi war gelöst und glücklich.

Der gesamte Erlös der Veranstaltung kam der Stiftung von Steffi Graf „Children for Tomorrow“ zu gute. Durch die Kürze der Vorbereitungszeit (insgesamt nur  etwa 5 Wochen), konnte das eigentlich angestrebte Ergebnis nicht ganz erreicht werden. Aber immerhin fast 200.000 EURO waren es dann doch, mit denen die Arbeit der Stiftung unterstützt werden konnte.

Mit diesem glanzvollen Tennistag und der Stadionbenennung in 2004 hat sich ein Kreis geschlossen, der bei Rot-Weiß mit Steffis Karrierebeginn in den 80ziger Jahren angefangen hatte. Danke Steffi für eine einmalige sportliche Karriere und für Deine große Treue zum LTTC „Rot-Weiß“ und zu Berlin.

Eberhard Wensky

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